„Talk am Dienstag“

 

In der Regel an jedem 

1. Dienstagabend im Monat

um 19.00 Uhr in der Arche

 

01. September 2026 – 15.00 Uhr

Besichtigung der Amazonenwerke

 

Direkt hinter der Gemeindegrenze von Lotte liegen die Amazonenwerke in Hasbergen-Gaste, einer der wichtigen Arbeitgeber in der Region.

Gegründet am Ende des 19. Jahrhundert von Julius Dreyer, wurden und werden  hier Maschinen und Anlagen zur Verbesserungen der landwirtschaftlichen Arbeiten entwickelt und produziert.

Auch nach mehr als 140 Jahren sind die  in 4. Generation familiengeführten Amazonenwerke mit ihren Pflanzenschutzmaschinen, der Düngetechnik und den Geräten zur Bodenbearbeitung ein wichtiger Player im weltweiten Agrarbusiness.

 

Die Führung wird Einblicke in die Geschichte des Unternehmens geben, sowie die geplanten bzw. erwarteten Entwicklungen in der Zukunft aufzeigen.

 

Dienstag, 01.09.2026 15.00 Uhr!

Amazonenwerke H.Dreyer

Am Amazonenwerk 9-13

49205 Hasbergen-Gaste

 

Wer mit dem Fahrrad anreisen möchte:

Treffpunkt 14.30 an der „Arche“ in Lotte, Widum 1

06. Oktober 2026

„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“

 

Zu allen Zeiten und in allen Regionen gab es Herrscher, die das Recht gebeugt und die Menschlichkeit mißachtet haben – dagegen hat sich vielfach mutiger Widerstand geregt. Auch heute noch gibt es viel zu viel Unterdrückung, gegen die Menschen auf die Straße gehen. Das Spektrum hierbei ist weit vom einfachen „Nicht-Mitmachen“ über offene Demonstrationen bis hin zu gewaltsamem Widerstand. Dabei setzen sich offen Widerstand-Leistende vielfach großen persönlichen Gefahren aus.

Als Geschichtslehrer hat Matthias Pfordt  über dieses Thema oft mit seinen Schülerinnen und Schülern gesprochen und sich dabei ebenso oft selber gefragt: „Wie ich wohl gehandelt hätte: Wäre ich bei den Montagsdemonstrationen in der DDR dabei gewesen? Hätte ich im 3. Reich Widerstand geleistet? Große Bewunderung habe ich für alle Widerstandskämpfer wie die oppositionellen Frauen, die im Iran demonstrieren, oder den russischen Bürgerrechtler Alexej Nawalny, der für seine Überzeugung in den Tod gegangen ist.“

 

Der Vortrag soll dazu anregen, über die Formen von Widerstand ins Gespräch kommen.

Dieser Abend findet  in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Lotte statt.

 

Referent: Dr. Matthias Pfordt, Lotte

Friedenstauben, Friedens Dekade 2026

10. November 2026

„Atomwaffen sind Gotteslästerung“ Martin Niemöller

Ein Vortrag über seine familiären Wurzeln in der Region und sein Widerstand gegen die nukleare Bewaffnung

 

Martin Niemöller war nicht nur eine herausragende Gestalt des Protestantismus und ein kritischer Zeuge eines Jahrhunderts, sondern auch ein engagierter Kämpfer für Frieden und Abrüstung. Obwohl er im ostwestfälischen Lippstadt geboren wurde – dort steht sein Geburtshaus -, hat der weltberühmte Theologe familiäre Wurzeln im Tecklenburger Land. Die Mutter Paula stammt aus Westerkappeln, einem Haus im Ortskern und der Vater Heinrich ist gebürtig aus Wersen, war Pfarrer in Lippstadt und Elberfeld. Der Sohn errang im Ersten Weltkrieg legendären Ruhm als U-Boot-Kommandant und arbeitete dann nach Kriegsende als mittelloser Bauernknecht auf einem Hof in Sennlich. Er wäre gerne auch Landwirt geworden, wählte aber dann einen ganz anderen Weg. Die Kontakte zur alten Heimat blieben. In Velpe wurde ein Gemeindehaus nach ihm benannt, wo er auch oft zu Gast war, während die Kommune die Anerkennung einer Ehrenbürgerschaft verweigerte. Reiner Ströver, langjähriger Pastor in Westerkappeln, geht seinen Spuren nach und beschreibt die frühen Stationen eines langen und bewegten Lebens. Es ist das interessante Kapitel einer wechselseitigen Beziehung.

Den zweiten Teil des Vortrags übernimmt der Friedensbeauftragte des Kirchenkreises, Detlef Salomo, mit der bis in die Gegenwart reichenden Bedeutung Martin Niemöllers in seinem engagierten Einsatz gegen die Rüstung mit Atomwaffen. Wie aktuell Niemöllers Gegnerschaft ist, belegt die friedensethische Position der Evangelischen Kirche in ihrer neuen Denkschrift „Welt in Unordnung“: Die Atomwaffen sind nach wie vor „sicherheitspolitisch“ notwendig. Der Abend verspricht eine kontroverse Diskussion und ein strittiges Thema über einen unbequemen Mahner, der in unserer Region beheimatet ist.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade 2026 mit dem Jahresmotto „Couragiert – Widerständig“.

 

Referenten: Pastor Detlef Salomo und

Pastor Reiner Ströver

 

01. Dezember 2026

Israel und Palästina – Wege in den Konflikt –

Wege aus dem Konflikt

 

Der Konflikt im Nahen Osten spaltet die Menschen – vor Ort, aber auch in Deutschland. Dies liegt zum einen an der Verwobenheit der Deutschen in die Geschichte des Konflikts, zum anderen aber auch an dessen Komplexität. Der heutige Abend wirft Schlaglichter auf historische Aspekte, die oft vernachlässigt werden. Der Referent stellt zugleich die Position der Evangelischen Kirche von Westfalen vor und fragt nach der Möglichkeit der Beendigung des Konflikts.

 

Referent: Ralf Lange-Sonntag ist Pfarrer im Landeskirchenamt und im landeskirchlichen oikos-Instituts für Mission und Ökumene. Sein Aufgabenbereich umfasst den christlich-jüdischen und den interreligiösen Dialog sowie die Kontakte zu Partnern im Nahen und Mittleren Osten.

Gemeindebüro in der Arche

Widum 1
49504 Lotte

Telefon: 05404 - 6067

Email: te-kg-lotte@kk-ekvw.de

Öffnungszeiten
Dienstag:     9:00 bis 12:00 Uhr
Mittwoch:   15:00 bis 17:00 Uhr